
Die stationäre Behandlung der LWL-Klinik Hamm ist verteilt auf elf Stationen, die - im Einklang mit den Beschreibungen der Psychiatrie-Personalverordnung - von je zirka zehn Patienten belegt werden.
Dabei bilden drei Stationen jeweils einen oberärztlich geleiteten Behandlungsbereich. So ergeben sich insgesamt vier Behandlungsbereiche, in die überwiegend altersähnliche Patienten aufgenommen werden können. Im Rahmen der Belegungsplanung wird darauf geachtet, dass die Behandlungsgruppen eine gute alters- und störungsspezifische Durchmischung aufweisen.
Im Kinderbereich werden auf der Kinderstation gemischtgeschlechtlich Patienten der Altersstufen 5 bis 14 Jahre behandelt. Daneben ist eine auf diese Altersgruppe besonders ausgerichtete Eltern-Kind-Einheit vorhanden, wo junge Patienten gemeinsam mit ihren Bezugspersonen in Appartements aufgenommen werden können (Station C1). Auf zwei weiteren Stationen für die Alterstufen 10 bis 14 Jahre werden sämtliche kinderpsychiatrischen Störungsbilder in gemischt-geschlechtlichen, altersähnlichen Behandlungsgruppen behandelt (Stationen A6, C2) .
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Der Kinder- und Jugendbereich verfügt über drei Stationen, wo die Behandlungsgruppen jeweils altersähnlich, aber monogeschlechtlich ausgerichtet sind.
Auf einer Mädchenstation (Station A3) werden Patientinnen überwiegend im Alter von 14 bis 16 Jahren behandelt, für die im Rahmen ihrer Störung ein stationärer Aufenthalt unter anderen Mädchen fachlich indiziert ist und zunächst entlastend wirkt.
Eine Station für Jungen der Altersstufe von 14 bis 17 Jahren (Station A20) widmet sich besonders der Behandlung identitätsunsicherer Jungen, die im Rahmen ihrer Störung teilweise grenzüberschreitende Verhaltensweisen gezeigt haben.
Eine Station für 11 bis 14-jährige Jungen (Station A5) ist auf eine hochstrukturierte Behandlung dieser Behandlungsgruppe ausgerichtet, in der Patienten der frühen Adoleszenz klare und deutliche Rahmenstrukturen zu ihrer therapeutischen Stabilisierung und Identitätsfindung benötigen.
Im Jugendbereich finden sich drei Stationen, auf denen gemischtgeschlechtlich sämtliche jugendpsychiatrischen Störungsbilder behandelt werden, die besonders im Alter von 14 bis 18 Jahren auftreten. Das therapeutische Milieu auf diesen Stationen (A1, A2, A4) ist spezifisch auf die Themen dieser Altersgruppe ausgerichtet.
Jugendliche Themen wie Autonomie und Verselbstständigung stehen hier im Fokus der Behandlung, insbesondere wenn diese durch jugendpsychiatrische Störungen blockiert sind. Dementsprechend ist die therapeutische Behandlung auf eine Stabilisierung dieser Prozesse ausgerichtet.
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Der Suchtbereich mit seinen drei Stationen bietet jugendpsychiatrische Behandlung zu Störungsbildern an, für die besonders der Konsum von Drogen verursachend und aufrechterhaltend gewirkt hat. Eine qualifizierter Entzug wird auf der Station A10 angeboten, wo Jugendliche therapeutische und gegebenenfalls auch medikamentöse Unterstützung im Rahmen des Entzugs erhalten.
Nach erfolgtem Entzug ist eine Weiterbehandlung auf der Station B2 möglich, wo Patienten der Altersstufen 14 bis 18 Jahre behandelt werden. Ein im Vordergrund stehendes jugendpsychiatrisches Störungsbild wird häufig in seiner therapeutischen Stabilisierung durch eine zusätzliche Suchtthematik verzögert.
Die Rehabilitationsstation B1 mit insgesamt etwa 20 stationären Behandlungsplätzen für 14- bis 18- (in Ausnahmefällen 21-) Jährige rundet das Behandlungsangebot im Suchtbereich ab. Ziel der Rehabilitation ist eine stufenweise Integration der betroffenen Patienten in ihr jeweiliges Schul-, Arbeits- und Lebensumfeld.
LWL-Universitätsklinik Hamm
der Ruhr-Universität Bochum
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie · Psychotherapie · Psychosomatik
Klinik im LWL-PsychiatrieVerbund Westfalen
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