Für die Menschen, für Westfalen-Lippe

Krankheitsbilder

Wir behandeln das gesamte Spektrum psychischer Krankheitsbilder, wie zum Beispiel:

 

Depressionen

  • Psychische Störung mit Phasen der Niedergeschlagenheit und übermäßiger Hochstimmung - manisch-depressive Krankheit
  • Depressive Episoden
  • Mittelgradige depressive Episoden
  • Schwere depressive Episoden ohne psychotische Symptome

 

Entwicklungsstörungen

  • Kombinierte Entwicklungsstörungen z.B. des Sprechens, der Sprache, der Bewegungen oder schulischer Leistungen
  • Tiefgreifende Entwicklungsstörungen

 

Essstörungen

  • Bulimie
  • Magersucht

 

Persönlichkeitsstörungen

  • Spezifische Persönlichkeitsstörungen
  • Emotional instabile Persönlichkeitsstörung: Borderline-Typ
  • Psychische bzw. Verhaltensstörung in Verbindung mit der sexuellen Entwicklung und Orientierung

 

Schizophrenie

  • Spezifische Schizophrenie
  • Störungen mit exzentrischem Verhalten und falschen Überzeugungen - schizotype Störungen
  • Psychische Störungen, die mit Realitätsverslust, Wahn, Depressionen bzw. krankhafter Hochstimmung - schizoaffektive Störungen

 

Sozialverhalten

  • Hyperkinetische Störungen
  • Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen
  • Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens
  • Kombinierte Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen
  • Emotionale Störungen des Kindesalters
  • Sonstige emotionale Störungenen des Kindesalters
  • Störungen sozialer Funktionen mit Beginn in der Kindheit oder Jugend
  • Nichtorganische Enuresis

 

Sucht

  • Psychische bzw. Verhaltensstörungen durch Alkohol
  • Psychische bzw. Verhaltensstörungen durch Wirkstoffe aus der Hanfpflanze wie Haschisch oder Marihuana
  • Psychische bzw. Verhaltensstörungen durch Gebrauch mehrerer Substanzen oder Konsum anderer bewusstseinsverändernder Substanzen

 

Zwangsstörungen

  • Spezifische Zwangsstörungen
  • Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen
  • Akute Belastungsreaktion
  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Anpassungsstörungen

 

Therapieschulenübergreifendes klinisches Konzept

 

In der LWL-Universitätsklinik Hamm werden Kinder und Jugendliche der Altersstufen von fünf bis 18 Jahren entsprechend einem gesamt-integrativen therapeutischem Konzept behandelt. Die therapeutische Behandlung erfolgt dabei grundsätzlich Therapieschulen-übergreifend.

 

Ausgehend von einer systemtherapeutischen Sichtweise wird der Patient in seinem Sozialisationsumfeld in Familie, Schule, Lehre, Freundeskreis und Beruf gesehen. Je nach Kontext hat seine Symptomatik unterschiedliche Bedeutung, was für das diagnostische Verständnis des Patienten und die Behandlungsplanung berücksichtigt werden muss.

Die ständige Einbeziehung möglichst vieler unterschiedlicher Sichtweisen in den verlaufs-diagnostischen und therapeutischen Prozess erlaubt in der Summe eine weitgehende differenzierte Einschätzung zum Patienten. Dabei tragen medizinische und psychologische Befunde genauso zum Gesamtbild der Einschätzung bei wie verlaufsdiagnostische Einschätzungen der Fachtherapien, des Pflege- und Erziehungsdienstes, des Kliniksozialdienstes sowie der Schule für Kranke.

Foto Reittherapie

Ergänzende Fachtherapien

 

Unsere Patienten erhalten durch die Behandlungsteams im stationären und im tagesklinischen Bereich Therapieangebote, die stets individuell auf den jeweiligen Patienten und sein Störungsbild abgestimmt sind.

Diese Therapiekonzepte werden ergänzt durch stationsübergreifenden Fachtherapien, die in besonderen Räumlichkeiten angeboten werden. Auch die Tageskliniken bieten einen Teil dieser Fachtherapien an, wie zum Beispiel:

 

  • Ergotherapie/Arbeitstherapie
  • Therapeutisches Bogenschießen
  • Heilpädagogik
  • Psychomotorik
  • Tiergestützte Therapie
  • Computergestütztes kognitives Training

Einbeziehung der Eltern...

 

Sämtliche Sichtweisen werden kontinuierlich im Rahmen der Behandlungs- und Visitenplanung kommuniziert, abgestimmt und sukzessive auf den Behandlungsprozess des Patienten ausgerichtet. Selbstverständlich werden auch Informationen von anderen Kliniken und ambulanten Vorbehandlern im Einschätzungs- und Planungsprozess mit berücksichtigt.

 

Stets ist eine enge Einbeziehung der Eltern in den Diagnostik- und Behandlungsprozess sinnvoll. Falls erforderlich wird die Notwendigkeit einer Behandlung mit Psychopharmaka mit dem Patienten und seinen Bezugspersonen thematisiert. Erst nach erfolgter Zustimmung wird diese ergänzend zur therapeutischen Gesamtbehandlung durchgeführt.

Therapien erfolgen je nach diagnostischer Einschätzung einerseits störungsspezifisch unter Berücksichtigung der AWMF-Leitlinien der kinder- und jugendpsychiatrischen Fachgesellschaften, andererseits Patienten-zentriert unter Berücksichtigung des vorliegenden Störungsgrades, des vorliegenden Auftrags und der angestrebten Zielsetzung.

 

... und des sozialen Umfelds der Patienten

 

Stets ist eine Einbeziehung des Patienten und seines sozialen Umfeldes bedeutsam und richtungsweisend für die Therapieplanung. Auch die Förderung von Patienten mit zugrundeliegenden Entwicklungsstörungen und Lernstörungen wird durch fachtherapeutische Angebote in Psychomotorik, Ergotherapie oder Heilpädagogik im Gesamtprozess berücksichtigt. Die Schule für Kranke wirkt für die häufig schulisch überforderten Patienten entlastend und stabilisierend, was therapeutisch genutzt werden kann.

Sowohl tiefenpsychologisch-fundierte Therapie, kognitiv-behaviorale Therapie, Psychedukation, klassische Verhaltenstherapie, Traumatherapie, Hypnotherapie, systemische Therapie und Familientherapie und -beratung  oder auch Entspannungs-verfahren wie Autogenes Training oder progressive Muskelrelaxation kommen zur Anwendung.

 

Systemisches Gesamtkonzept

 

Unter systemischer Gesamtwürdigung der diagnostischen Einschätzung sollte eine therapeutische Methode mit dem Patienten durchgeführt werden, für die ein hohes Maß an Evidenz vorliegt und die gleichzeitig vom Therapeuten gut vertreten werden kann. Voraussetzung ist stets das Vorhandensein eines klaren Behandlungs- und Zielauftrags.

Kontinuierlich müssen ggf. auftretende Kontraindikationen für die Behandlung im Verlauf überprüft werden. Im Rahmen des erheblichen Anteils an Akutpatienten muss stets sorgsam geprüft werden, welcher Fokus der stationären Behandlung gesetzt werden muss, um den Patienten dann wieder in andere Behandlungs- und Versorgungssektoren und -strukturen teilstabilisiert zu überführen

LWL-Universitätsklinik Hamm der Ruhr-Universität Bochum

 

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im LWL-Psychiatrieverbund Westfalen

Heithofer Allee 64
59071 Hamm
Telefon: 02381/893-0
Telefax: 02381/893-1001
E-Mail: lwl-klinik.hamm@lwl.org


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