Für die Menschen, für Westfalen-Lippe

Essstörungen und Adipositas

Essstörungen werden als krankhafte Veränderungen des Essverhaltens beschrieben. Die beiden bekanntesten Essstörungsformen sind Anorexie und Bulimie, darüber hinaus erscheint die Binge Eating Störung als nennenswert. Allen gemeinsam ist eine Kernpsychopathologie, welche vorrangig durch die gedankliche Überbeschäftigung mit den Themen, Figur, Gewicht und Essen gekennzeichnet ist und mit einer Kopplung des Selbstwertgefühls an die Themen Figur und Gewicht einhergeht. Darüber hinaus sind Störungen des Körperbildes in Form einer massiven Angst vor einer Gewichtszunahme sowie eine erhebliche Wahrnehmungsstörung bzgl. der eigenen Körperdimensionen trotz bestehenden Untergewichts bei der Anorexie zu nennen; anorektische Patientinnen überschätzen ihren Körperumfang und empfinden sich bzw. Teile ihres Körpers als zu dick. Auch bei bulimischen und Patientinnen mit Binge Eating Störung, welche häufig übergewichtig sind, werden Störungen des Körperbildes beschrieben.

 

Unabhängig vom Auftreten einer Binge Eating Störung hat sich die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter mehr als verdoppelt. Da die Persistenz von Übergewicht und Adipositas ab dem Grundschulalter deutlich erhöht ist und neben schwerwiegenden gesundheitlichen und psychosozialen Folgen Übergewicht als ein Risikofaktor für die Entwicklung von Essstörungen, ist ein besseres Verständnis der Entstehung von Körperbildstörungen sowie über mögliche moderierende Faktoren, die zu Ausbildung von Essstörungen führen, notwendig. In unserem dritten Forschungsschwerpunkt werden daher unterschiedliche Facetten der Entstehung, Aufrechterhaltung und Behandlung von Essstörungen und Adipositas untersucht.

 

Ausgewählte Projekte

 

 

Ausgewählte Publikationen

 

Legenbauer, T. (2013). Körperbildstörung – eine Frage des Gewichts. Ernährung im Fokus, 13, 144-147.

 

Legenbauer, T. & Meule, A. (2014). Impulsivität bei Adipositas und Binge Eating Störung. Der Neurologe & Psychiater, 15(6), 44-49.

 

Legenbauer T., Schütt-Strömel, S., Hiller, W., & Vocks, S. (2011). Predictors of improved eating behaviour following body image therapy: a pilot study. European Eating Disorders Review, 19, 129–137.

 

Legenbauer, T., Thiemann, P., & Vocks, S. (2014). Body image disturbance in children and adolescents with eating disorders: Current evidence and future directions. Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, 42, 51-59.

 

Seitz, J., Kahraman-Lanzerath, B., Legenbauer, T., Sarrar, L., Herpertz, S., Salbach-Andrae, H., Konrad, K., & Herpertz-Dahlmann, B. (2013). The role of impulsivity, inattention and comorbid ADHD in patients with bulimia nervosa. PLoS ONE, 8(5). doi: 10.1371/journal.pone.0063891

 

Schnicker, K., Hiller, W., & Legenbauer, T. (2013). Drop-out and treatment outcome of outpatient cognitive-behavioral therapy for anorexia nervosa and bulimia nervosa. Comprehensive Psychiatry, 54, 812-823.

 

Vossbeck-Elsebusch, A.N., Waldorf, M., Legenbauer, T., Bauer, A., Cordes, M., & Vocks, S. (in press). Overestimation of body size in eating disorders and its association to body-related avoidance behavior. Eating and Weight Disorders.

LWL-Universitätsklinik Hamm der Ruhr-Universität Bochum


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