Für die Menschen, für Westfalen-Lippe

Behandlungsprogramme für Kinder und Jugendliche mit ADHS

In der Studie ESCAlife (Evidence-based, Stepped Care of ADHD along the life-span) zur Untersuchung eines gestuften Behandlungsprogramms für Kinder und Jugendliche mit ADHS (ESCA-Studie) gehen wir der Frage nach, welche Behandlungsangebote für welche Kinder und Jugendliche mit ADHS am besten geeignet sind.  

 

Ziel ist die Optimierung einer individualisierten Behandlungsstrategie für Patienten mit ADHS.Teilnehmen können Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 17 Jahren. Für jede Altersgruppe gibt es eine eigene Studie, sodass auf die aktuelle Entwicklung des Kindes und seine Probleme individuell Rücksicht genommen werden kann.

 

Allgemeine Informationen: Die Studie ESCAlife

ESCApreschool für Vorschulkinder

 

ESCApreschool richtet sich an Vorschulkinder, die Probleme mit der Aufmerksamkeit haben, sehr unruhig oder impulsiv sind oder einen sehr starken Bewegungsdrang haben.

 

Diese Studie kommt für Ihr Kind in Frage, wenn …

 

  • Ihr Kind starke Probleme mit der Aufmerksamkeit hat, unruhig oder impulsiv ist.
  • Ihr Kind mindestens drei Jahre alt ist.
  • Ihr Kind aktuell einen Kindergarten besucht.

ESCAschool für Schulkinder

Für Schulkinder zwischen 6 und 11 gibt es ESCAschool.

 

Diese Studie kommt für Ihr Kind in Frage, wenn …

 

  • Ihr Kind starke Probleme mit der Aufmerksamkeit hat, unruhig oder impulsiv ist bzw. Sie vermuten oder vielleicht schon wissen, dass es ADHS hat.
  • Ihr Kind die Schule besucht und zwischen sechs und elf Jahren alt ist.

ESCAdol für Jugendliche

 

Die Jugendlichen-Studie ESCAdol richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren.

 

Diese Studie kommt für Jugendliche in Frage, die 

 

  • zwischen 12 und 17 Jahren alt sind.
  • bereits die Diagnose einer ADHS haben.
  • seit einem halben Jahr oder länger wegen der ADHS in Behandlung sind.
  • bis jetzt keine Behandlung erfahren haben, die gut genug geholfen hat, die

Symptome in den Griff zu bekommen.

Fragen zur Studie und Anmeldungen

 

Fragen zur Studie und Anmeldungen sind möglich per Telefon und Mail über:

LWL-Universitätsklinik Hamm


Franziska Martin
02381 893-5052
franziska.martin@dont-want-spam.lwl.org

 

Miriam Davids
02381 893-5155
miriam.davids@dont-want-spam.lwl.org.

 

Informationen bekommen Sie außerdem über die Studienseite: www.esca-life.org

Was bedeutet ein/e Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)?

 

Die Aufmerksamkeitsdefizit /Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine der häufigsten Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen. Sie kommt bei 2-5 % aller Kinder und Jugendlichen vor. ADHS wächst nicht aus, sondern bleibt auch im Erwachsenenalter fortbestehen. Ca. 2,5 % der Erwachsenen sind betroffen.

Sie ist gekennzeichnet durch Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwierigkeiten, Impulsivität und körperliche Unruhe (Hyperaktivität).

 

Häufig setzen diese Probleme bereits im Kindergartenalter ein und betreffen sowohl den familiären als auch den sozialen Kontext in Kindergarten und Schule. Insbesondere motorische Unruhe, Schwierigkeiten in der Regelbefolgung, fehlende Ausdauer bei Spielen und Aufgaben, leichte Ablenkbarkeit, häufiges Stören und die Zu-Bett-Geh-Situation können den Alltag herausfordernd machen.

 

Hauptsymptome der ADHS

Die drei Hauptsymptome der ADHS verändern sich allerdings mit dem Alter. Steht bei einem Vorschulkind mit ADHS z.B. noch die ausgeprägte Bewegungsunruhe im Vordergrund, so tritt diese im Erwachsenenalter nicht mehr auf, bleibt aber in einem inneren Unruhegefühl bestehen. Ebenso wird im Schulalter besonders das Symptom der Unaufmerksamkeit auffallen, da gerade dann ein konzentriertes Mitarbeiten erwartet wird. Kinder mit ADHS weisen dadurch häufig Probleme in der Schule auf. Es treten vermehrt familiäre Schwierigkeiten und Probleme mit Gleichaltrigen auf. Studien konnten zeigen, dass Erwachsene mit ADHS später mehr Auseinandersetzungen mit ihren Vorgesetzten im Job haben, ein geringeres Einkommen aufweisen sowie einen generell niedrigeren sozioökonomischen Status innehaben und zu häufigeren Verkehrsunfällen neigen.

 

Umso wichtiger wird eine frühzeitige Erkennung, Diagnosestellung und Therapie einer ADHS, damit die genannten Folgen gemindert oder sogar ganz vermieden werden können. Aufgrund der Vielfältigkeit der möglichen Probleme ist daher eine individuell angepasste Therapie der Betroffenen am hilfreichsten.

 

Behandlungsangebote

Mittlerweile haben sich einige Behandlungsangebote wie Selbsthilfeprogramme, Trainings für Eltern, Erzieher und Lehrer und Verhaltenstherapie sowie Medikamente als vielversprechend und hilfreich erwiesen. Aber was wirkt bei wem?

LWL-Universitätsklinik Hamm der Ruhr-Universität Bochum

 

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im LWL-Psychiatrieverbund Westfalen

Heithofer Allee 64
59071 Hamm
Telefon: 02381/893-0
Telefax: 02381/893-1001
E-Mail: lwl-klinik.hamm@lwl.org


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