Für die Menschen, für Westfalen-Lippe

Autorenlesung „Zappenduster – Wahres aus der Unterwelt“ macht Schluss mit Illusionen über Kriminalität

Der Autor Maximilian Pollux (3. v.l.) berichtet in Form einer Kurzgeschichte im Buch „Zappenduster – Wahres aus der Unterwelt“ über seine kriminelle Vergangenheit.

Patienten der LWL-Universitätsklinik Hamm diskutieren

Pressemeldung vom 31.08.2018

 

Hamm (lwl). Zappenduster war es nicht, dafür jedoch flüsterleise, als der Autor Maximilian Pollux in der LWL-Universitätsklinik in Hamm über seine kriminelle Vergangenheit und sein Buch „Zappenduster – Wahres aus der Unterwelt“ berichtete. Pollux war acht Jahre Drogendealer und saß anschließend zehn Jahre im Gefängnis. Mit 13 Jahren begann seine kriminelle Laufbahn – sein Ziel war es, ein erfolgreicher Gangster zu werden. Unabhängigkeit, Geld und Macht schienen mit diesem Ziel für ihn damals eng verbunden zu sein. Drogenschmuggel, Waffenhandel, Diebstähle und Menschenverletzungen – die Liste seiner Verfehlungen ist lang. Von dem einst so vielen Geld blieb am Ende nichts mehr übrig. Vieles ging für die aufwendige Flucht quer durch Europa verloren. Auch unabhängig war er nie – ständig verfolgt von anderen, lebte er in Angst und unter Verfolgungswahn.

 

Jetzt versucht er, sich ein neues Leben aufzubauen und warnt Jugendliche vor der schiefen Bahn. Dafür geht er in die Schulen und Universitäten, um präventiv zu arbeiten. Bei seiner Lesung in der kinder- und jugendpsychiatrischen Universitätsklinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) traf er dabei auf eine ganz besondere Zuhörerschaft. Hier waren Jugendliche, die selbst schon mal Alkohol oder Drogen konsumiert haben und jetzt auf der Entzugsstation oder in der suchtmedizinischen Rehabilitation behandelt werden. Einige von ihnen haben bereits eine Bewährungsstrafe.

 

Seine Kurzgeschichten zum Thema Kriminalität und Drogenmissbrauch veröffentlicht er unter dem Pseudonym Maximilian Pollux. Für seinen Lebensweg verantwortlich machen kann er niemanden. Er wurde jedoch angezogen von einer falschen Vorstellung über die Gegenkultur, die er zunächst als verlockend empfunden hatte. Diese Illusion möchte er jungen Menschen nehmen, damit sie nicht mit falschen Vorstellungen ihr Leben leichtsinnig wegwerfen. Dabei ist seine kriminelle Vergangenheit im Gespräch mit den Jugendlichen sein Vorteil: Er weiß, wovon er spricht. Die Jugendlichen hören ihm zu – er ist authentisch und räumt gehörig auf mit den Idealvorstellungen, die einem Drogenboss und Kriminellem zugeschrieben werden.

 

Sein nächstes Buchprojekt ist in Arbeit und erscheint voraussichtlich Ende des Jahres. Das Schreiben hilft ihm, die Vergangenheit zu verarbeiten und mit den vielen Nebenwirkungen wie Depressionen, Schlaflosigkeit und posttraumatischen Belastungsstörungen fertig zu werden.

Pressekontakt

 

Klaudia Suilmann M.A.

Tel.: 02381 893-5018

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E-Mail: klaudia.suilmann@dont-want-spam.lwl.org

 

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LWL-Universitätsklinik Hamm

Kinder- und Jugendpsychiatrie - Psychotherapie - Psychosomatik

Heithofer Allee 64

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Telefax: 02381/893-1001
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