Für die Menschen, für Westfalen-Lippe

Hilfe per App für Mädchen mit Essstörungen

Mit einem Flyer werben Prof. Dr. Tanja Legenbauer, Leiterin der Forschungsabteilung an der Unikinik Hamm und Psychologin Anne Radix für eine Studie, die per App Hilfe für Mädchen mit Essstörungen leisten soll.

LWL-Universitätsklinik Hamm startet neue Studie während der Wartezeit auf einen ambulanten Therapieplatz


Hamm (lwl). Im Durchschnitt warten Kinder und Jugendliche in Deutschland 17,8 Wochen auf einen ambulanten Psychotherapieplatz. Insbesondere Jugendliche mit Anorexia Nervosa - besser bekannt als Magersucht - warten jedoch oft bedeutend länger unter dem Risiko einer weiteren Gewichtsabnahme.

Die kinder- und jugendpsychiatrische Universitätsklinik Hamm, die zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gehört, untersucht nun im Rahmen der „Seltian-Studie“, ob der Einsatz einer Smartphone-Applikation zu einer Stabilisierung des Gewichts bereits in der Wartezeit auf einen Therapieplatz führen kann.


„Hierbei wird zusätzlich, zu stützenden Gesprächen während der Wartezeit, eine Smartphone-App eingesetzt, mit der Mahlzeiten und Emotionen protokolliert werden können. Dadurch erhoffen wir uns, dass eine erste Stabilisierung erzielt wird“, fasst Prof. Dr. Tanja Legenbauer, Leiterin der Forschungsabteilung an der Universitätsklinik Hamm, die Idee dieser App zusammen.


Für die Studie werden weibliche Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren mit einer bereits diagnostizierten Magersucht oder einem Verdacht auf eine Magersucht gesucht. Bei diesen Betroffenen besteht ein deutliches Untergewicht oder eine schnelle, besorgniserregende Gewichtsabnahme bei gleichzeitig starker Besorgnis der Mädchen, zu dick zu sein oder an Gewicht zuzunehmen. Voraussetzung für eine Studienteilnahme ist, dass die Betroffenen noch auf einen Therapieplatz warten und aktuell keine Psychotherapie erfolgt. Vorhergehende ambulante oder stationäre Therapien widersprechen einer Teilnahme an der Studie nicht.


Studienablauf
Über einen Zeitraum von drei Monaten werden die Patientinnen in der Studie mindestens vier Mal im zweiwöchentlichen Abstand für 50 Minuten psychiatrisch ambulant in der Universitätsklinik Hamm betreut. Hierbei wird ein Plan zum Stabilisieren des Gewichts besprochen und dessen Einhaltung begleitet. Nach den ersten drei Sitzungen erfolgen weitere Pläne in individuellem Abstand, bis eine Psychotherapie aufgenommen wird. Nach drei Monaten erfolgt eine erneute Untersuchung.

Da es sich um eine kontrollierte und randomisierte Studie handelt, werden die Patientinnen auf zwei Gruppen zufällig aufgeteilt. In einer Gruppe erhalten die Patientinnen zusätzlich zur ambulanten Betreuung die oben beschriebene Smartphone-Applikation.


Kontakt

Eine Anmeldung zur Studienteilnahme ist nach telefonischer Vereinbarung in der Essstörungssprechstunde, immer montags in der Zeit von 16 bis 18 Uhr, möglich.

Sekretariat Ambulanz: 02381 893-3000

oder bei Frau Anne Radix
M.Sc. Psychologie
02381 893-8086

 

Flyer

 

 

 

Pressekontakt

 

Klaudia Suilmann M.A.

Tel.: 02381 893-5018

Fax: 02381 893-1119

E-Mail: klaudia.suilmann@dont-want-spam.lwl.org

 

Postanschrift

Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Universitätsklinik Hamm

Kinder- und Jugendpsychiatrie - Psychotherapie - Psychosomatik

Heithofer Allee 64

59071 Hamm

LWL-Universitätsklinik Hamm der Ruhr-Universität Bochum

 

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im LWL-Psychiatrieverbund Westfalen

Heithofer Allee 64
59071 Hamm
Telefon: 02381/893-0
Telefax: 02381/893-1001
E-Mail: lwl-klinik.hamm@lwl.org


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