

Die LWL-Klinik Hamm versorgt jugendpsychiatrisch erkrankte Kinder und Jugendliche in einem Einzugsgebiet von zirka 1,5 Millionen Menschen. Für Kinder und Jugendliche aus den Kreisen Gütersloh, Soest, Unna und Warendorf sowie der Stadt Hamm ist die LWL-Klinik Hamm auch für die Behandlung von Notfällen im Rahmen der Pflichtversorgung zuständig. Nach entsprechender Abstimmung können selbstverständlich auch Patienten aus anderen Kreisen und Städten aufgenommen werden.
Die Klinik verfügt über 110 vollstationäre und 48 tagesklinische Behandlungsplätze in den vier Tageskliniken Hamm, Rheda-Wiedenbrück, Bergkamen und Soest sowie über zwei Ambulanzen. Für die Rehabilitation junger Drogenabhängiger werden 20 Plätze vorgehalten.
Kinder und Jugendliche mit intensiv ausgeprägten Störungsbildern werden stationär behandelt, wenn sie für eine bestimmte Zeit einen geschützten therapeutischen Lebensraum benötigen und dysfunktionale Abläufe in der häuslichen Umgebung durch den stationären Behandlungsprozess unterbrochen werden müssen. In aller Regel geht der stationären Aufnahme - außer in Notfällen - eine ambulante Vorstellung in der Institutsambulanz oder bei einem Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie voraus. Das Kennenlernen der Station vor der eventuell anstehenden stationären Aufnahme ist selbstverständlich vorgesehen.

Die 4- bis 18-Jährigen werden auf einer von zwölf Stationen behandelt, die in die drei altersspezifischen Bereiche "Kinder", "Kinder und Jugendliche" sowie "Jugendliche" eingeteilt sind. Der vierte Bereich ist für suchterkrankte Patienten vorgesehen. Auf den Stationen besteht für die Patienten eine enge Anbindung an Bezugspersonen aus dem Pflege- und Erziehungsdienst. Dazu gehören Kinderkrankenschwestern und -pfleger, Erzieher, Heilerziehungspfleger und Sozialpädagogen.
Alle Stationen werden offen geführt und nur im Bedarfsfall können einzelne Patienten nach richterlicher Genehmigung geschlossen behandelt werden, wenn eine mögliche Selbst- oder Fremdgefährdung für den Patienten nicht ausgeschlossen werden kann. Ansprechpartner für die Behandlung auf der Station sind Fachärzte, Assistenzärzte und approbierte psychologische Psychotherapeuten.
Die Erstellung des Gesamtbehandlungsplans erfolgt unter Leitung des zuständigen Therapeuten für jeden einzelnen Patienten nach einem ganzheitlichen-integrativen Konzept. Während der stationären Behandlung wird frühzeitig vorüberlegt, wie es nach der Entlassung weitergehen kann. In diesem Zusammenhang ist häufig der Kliniksozialdienst für eine perspektivische Planung im Dienste des Patienten sehr hilfreich.
LWL-Universitätsklinik Hamm
der Ruhr-Universität Bochum
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie · Psychotherapie · Psychosomatik
Klinik im LWL-PsychiatrieVerbund Westfalen
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59071 Hamm
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